Die Schauspielerin Katrin Sass erzählt von ihrem Verhältnis zu Usedom. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Sommerurlaub auf Usedom? Nichts für Katrin Sass

Schauspielerin Katrin Sass dreht regelmäßig den Usedom-Krimi auf der Ostsee-Insel im Nordosten, kann sich Sommerurlaub dort aber nicht vorstellen. «Urlaub machen – das könnt ich da nicht», sagte die 64-jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Sie sei zwar fasziniert von der Insel. Die sei im Sommer aber zu voll. Sass mache am liebsten vor der eigenen Haustür im Berliner Speckgürtel Urlaub. Dort habe sie vor der Tür das Wasser und ihr Boot.

Für die erfolgreiche Donnerstagsreihe, bei der bis zu sieben Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen einschalten, steht Sass regelmäßig als ehemalige Staatsanwältin Karin Lossow auf Usedom vor der Kamera – allerdings ab November. «Es ist zwar kalt, was ich überhaupt nicht aushalte.» Für sie gehe das Leben erst ab 28 Grad los. Aber das Drehen sei in der kalten Jahreszeit auf der Insel viel entspannter. «Es ist dann wunderbare Ruhe da.» Außerdem gehörten die kargen Bilder zum Konzept der Krimi-Serie.

Am Donnerstag war Sass ausnahmsweise im Sommer auf der Insel – zur Vorab-Premiere einer neuen Folge im Rahmen des Usedomer Kinosommers in Heringsdorf. In der Folge, die im November von der ARD gezeigt werden soll, wird der einjährige Sohn von Kommissarin Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) von einer alten Bekannten Lossows entführt.

«Mein Lieblingsstrand war immer Warnemünde. Bis ich durch die Dreharbeiten Usedom kennengelernt habe, das ich seither sehr liebe», verriet Sass, die aus Schwerin stammt und in Rostock zur Schauspielschule ging. Dass Sass wie Kunstfigur Karin Lossow einmal wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehrt, wollte sie nicht ausschließen. «Darüber habe ich auch nachgedacht, aber das ist noch nicht zu Ende gedacht.»

Das Coronavirus habe die Dreharbeiten zwar erschwert, wie Sass beschrieb: Früh am Morgen habe man vor dem ersten Kaffee täglich ein Stäbchen zum Testen in den Hals gekriegt. Auch beim Proben habe man Maske tragen müssen. Das sei aber Jammern auf ganz hohem Niveau. «Es gibt Leute die keine Arbeit mehr haben oder hatten. Da ging es uns schon ziemlich gut.»

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