Fiel nach dem Reiten im modernen Fünfkampf weit zurück: Annika Schleu. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marijan Murat/dpa)

Moderne Fünfkämpferin Schleu fällt nach Reiten zurück

Für die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu ist der Traum einer Olympischen Medaille nach dem Reiten in weite Ferne gerückt.

Die 31-Jährige hatte am Freitag keine Kontrolle über ihr zugelostes Pferd und beendete das Springreiten unter Tränen mit null Punkten. Der Rückstand auf die Medaillenränge vor dem abschließenden Laser Run betrug rund 260 Punkte. Bis zur vorletzten Disziplin hatte die Berlinerin souverän in Führung gelegen und den Olympia-Sieg angestrebt – nach dem Reiten rutschte sie in der Gesamtwertung auf Platz 31. Auch Teamkollegin Rebecca Langrehr büßte einige Plätze ein und lag auf Platz 29.

«Ich kann es kaum glauben, dass uns das zwei Olympische Spiele hintereinander passiert», sagte Bundestrainerin Kim Raisner in der ARD und fing selbst an zu weinen. Ein komplett misslungener Ritt und null Punkte im Springreiten hatten 2016 auch die Träume vom zweiten Olympia-Gold nach 2008 von Lena Schöneborn beendet. «Es kann fast keiner besser nachempfinden als ich. Es war die gleiche Situation wie in Rio», sagte Schöneborn, die auf der Tribüne saß über die bitteren Momente ihrer langjährigen Trainingspartnerin: «Es ist der worst, worst case, der jetzt eingetreten ist. Mit allen anderen Punktzahlen hätte man Annika keine Medaille mehr nehmen können.»

Insgesamt kämpften in Tokio 36 Frauen um Medaillen. Zu den Disziplinen zählen neben dem Fechten und Schwimmen auch Reiten und der sogenannte Laser Run – ein kombinierter Wettkampf aus Laufen und Schießen mit einer Laserpistole.

Weitere Beiträge, die Ihnen gefallen könnten: